Importierte Abholzung: Luxemburg muss handeln

Unsere Urwälder gehen in Flammen auf. Der Amazonas, Australien, Indonesien, Sibirien – kein Ökosystem bleibt verschont. Aber immerhin haben wir verstanden, was wir hier und jetzt ändern können.

Auslöser der Brände in Südamerika ist vor allem die industrielle Landwirtschaft, die mit ihren Abholzungen Produkte züchtet und anbaut, die wir konsumieren. Während in Indonesien der Lebensraum der Orang-Utans für Palmöl zerstört wird.

So überraschend es auch klingen mag, es ist bewiesen, dass sowohl kleine als auch große Staaten mitverantwortlich an der internationalen Notlage sind: Produkte, die wir konsumieren, stehen in Verbindung mit der Abholzung von Urwäldern am anderen Ende der Welt… auch wenn diese Produkte noch so lokal erscheinen! Hierbei handelt es sich um “importierte Abholzung”.

In Luxemburg ist vor allem die Zucht von Milchkühen und die Herstellung von Tierfutter verantwortlich für den Import von Sojabohnen. Aber wussten Sie auch, dass über 60 % der lokalen Rohmilchprodukte ins Ausland exportiert werden?

Unsere Regierung muss dringend unsere Agrarpolitik überdenken und unsere Mitschuld reduzieren: Luxemburg darf sich nicht länger an dieser Katastrophe beteiligen.

Wir müssen aufhören, Produkte zu importieren, die mit Waldrodungen in Verbindung gebracht werden können.

Unser kleines Land kann eine große Rolle spielen

Fordern Sie unseren Premierminister Xavier Bettel und Landwirtschaftsminister Romain Schneider dazu auf eine klare nationale Strategie gegen internationale Abholzungen zu entwickeln und gleichzeitig Waldbrände zu verhindern! Es liegt in ihrer Macht zu handeln.