Greenpeace unterstützt den weltweiten SchülerInnen- und StudentInnenstreik der am 15. März in mehr als 90 Ländern stattfinden wird. Weltweit rufen junge Menschen ihre Mitschüler und Mitschülerinnen dazu auf, an diesem Tag nicht zur Schule zu gehen um ihren Ärger über die politische Untätigkeit beim Klimawandel auszudrücken.

Tausende Schülerinnen und Schüler streikten am 22. Februar für mehr Klimaschutz in Paris, Frankreich.

Tausende Schülerinnen und Schüler streikten am 22. Februar für mehr Klimaschutz in Paris, Frankreich. © Elsa Palito / Greenpeace

Der Klimastreik, der Kern der Bewegung

Die Veranstaltung am 15. März dreht sich um die Forderungen der Initiative „Youth for Climate“ und ihren Ärger über die weltweite Klimauntätigkeit. Alle Jugendlichen werden gebeten, an diesem Tag den Unterricht gegen die Strasse einzutauschen, um am Schüler-Streik teilzunehmen. Die Ziele der DemonstrantInnen sind genauso ambitioniert wie notwendig: Sie fordern eine Umweltschutzpolitik in Übereinstimmung mit dem 1,5-Grad-Ziel, globale Klimagerechtigkeit und einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energieträgern.

Schülerinnen und Schüler luxemburgischer Lyzeen werden ab 10 Uhr für Schulen außerhalb Luxemburg-Stadt, beziehungsweise ab 11 Uhr für Bildungsinstitute der Hauptstadt freigestellt. Die Jugendlichen treffen sich ab 12:00 auf dem Glacis in Luxemburg-Stadt um Ideen auszutauschen und zu diskutieren. Um 12h30 beginnt der Klimamarsch.

Greenpeace Luxembourg ermutigt alle Schülerinnen und Schüler, an diesem weltweiten Streik teilzunehmen, der wahrscheinlich die Geschichte politischer Forderungen rund um den Klimaschutz prägen wird.

Schueler-Streik fuer mehr Klimaschutz in Berlin

10.000 Schueler, Studenten, Lehrer und Aktivisten demonstrieren vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin. Die Schueler demonstrieren unter dem Motto „Fridays For Future“. Im Ministerium findet heute die moeglicherweise abschließende Sitzung der Kohlekommission statt. Die Kommission soll fuer die Bundesregierung einen Vorschlag erarbeiten, wie Deutschland seine Klimaschutzziele einhalten und aus der Kohle austeigen kann. © Gordon Welters / Greenpeace

Der Ursprung der Bewegung

Greta Thunberg war die Erste. Wochenlang ging die 16-jährige Schwedin nicht zur Schule, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Und auch jetzt noch schwänzt sie jeden Freitag die Schule, weil sie durch das Nichthandeln der Politiker ihre Zukunft in Gefahr sieht. Beim Klimagipfel im polnischen Kattowitz hielt sie vor den versammelten Politikern der Welt eine flammende Rede für das Recht ihrer Generation darauf, dass sich die heutigen Erwachsenen viel mehr Mühe dabei geben, den drohenden Klimawandel aufzuhalten.

Sie ruft seither junge Menschen auf der ganzen Welt dazu auf, sich gegen jene Regierungen zu wehren, die die Dringlichkeit der Situation nicht angemessen anerkennen. Mit der Entstehung der Bewegung ‘Fridays for Future’ (= Freitags für die Zukunft) folgen Jugendliche und junge Erwachsene auf der ganzen Welt nun ihrem Aufruf.

Auch in Luxemburg nimmt die Bewegung Formen an

Die Initiative „Youth for Climate Luxembourg’ ist Teil der weltweiten Bewegung „Youth for Climate“ und zielt darauf ab, eine Verbindung zwischen Jugend und Klimawandel im Großherzogtum herzustellen.

Die Gruppe versucht aktiv auf den sozialen Netzwerken Jugendliche zu erreichen und greift auf Hilfe der Medien zurück, um möglichst viele Menschen für den Streik am 15. März zu mobilisieren.

Die Klimauntätigkeit bedroht die Zukunft jüngerer Generationen

Angesichts der Untätigkeit der Erwachsenen sowohl auf politischer als auch wirtschaftlicher Ebene, haben junge Menschen umso mehr Grund, ihre Stimme zu erheben. Auch Luxemburg ist kein Unschuldslamm: viel Gerede und wenige, konkrete Maßnahmen bzw. Lösungen. Wo stehen wir mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien (Spoiler: europaweit an letzter Stelle!) und den Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen? Auch wenn der kostenlose, öffentliche Transport ein erster Schritt in die Richtung ist, reicht er definitiv nicht aus, um den Autoverkehr drastisch zu reduzieren. Und wie steht es mit unserem landwirtschaftlichen Modell, das zu sehr auf die Fleisch- und Milchproduktion und quasi nicht-existierende Obst- und Gemüseproduktion angewiesen ist? Und vor allem fehlt es uns an mutigen Entscheidungen und ehrgeizigen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die über den luxemburgischen Finanzplatz investierten Milliarden Euro in erneuerbare und nachhaltige Projekte investiert werden.

Am 15. März sind weltweit Großdemonstrationen geplant – und auch in Luxemburg werden an diesem Tag viele junge Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen.

>> Die Facebook-Veranstaltung von ‚Youth for Climate Luxembourg‘ und weitere Informationen finden Sie > hier < !

Der Protest steht nicht nur SchülerInnen und StudentInnen offen, sondern allen, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen wollen.

Proteste fuer mehr Klimaschutz in Berlin

10.000 Schueler, Studenten, Lehrer und Aktivisten demonstrieren vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin. Der Schueler-Streik findet unter dem Motto „Fridays For Future“ statt. Im Ministerium findet heute die moeglicherweise abschließende Sitzung der Kohlekommission statt. Die Kommission soll fuer die Bundesregierung einen Vorschlag erarbeiten, wie Deutschland seine Klimaschutzziele einhalten und aus der Kohle austeigen kann. © Mike Schmidt / Greenpeace

Anmerkung: Greenpeace Luxemburg unterstützt, ist aber nicht Mitveranstalter der Schüler-Demo. Es handelt sich um eine weltweite Klimabewegung organisiert von und für Schüler-Innen und Student-Inn-en.