Machen Sie mit!

Obwohl es in Luxemburg häufig heftig regnen kann, leidet unser Land im Allgemeinen unter einem außergewöhnlichen Mangel an Niederschlägen. Wenn Sie einen Garten besitzen, ist Ihnen sicherlich bereits aufgefallen, dass das Gras sich gelb färbt und Pflanzen so wie Blumen verwelken. In vielen Ländern ist Wasser ist ein seltenes Gut, aus diesem Grund sollten wir sparsam damit umgehen.  Angefangen im eigenen Garten!

Früher kamen Dürreperioden oft nur in fernen südlicheren Gegenden wie Afrika oder noch eventuell in Südeuropa vor, allerdings nicht in Zentraleuropa. Allerdings haben sich die Zeiten geändert und auch wir bekommen den Klimawandel zu spüren. Unser Land ist nun bereits das vierte Jahr in Folge von einer bedrückenden Dürre betroffen. Die luxemburgische Regierung hat bereits dazu aufgerufen, sparsam mit unserem Wasserverbrauch umzugehen. Aber wie? Hier sind einige Ratschläge, wie Sie vor allem im Garten Ihren Verbrauch reduzieren können.

Regenwasser auffangen

Trockenperioden bedeuten natürlich nicht, dass es nie regnet. Das heißt, sobald es regnet, fangen wir Regenwasser im Garten auf. Wie? In einem einfachen Fass, dass entweder im Boden verfestigt oder eingegraben wird. Auf diese Weise gewinnen Sie eine wertvolle Menge an Wasser zurück, die ansonsten auf direktem Weg in die Kanalisation gelangen würde. Dieses Wasser kann anschließend verwendet werden, um Ihren Garten zu bewässern und Sie sparen übrigens viel Geld, da Wasser immer teurer wird.

Wenn Sie Ihr Auffangbehältnis nicht in Ihrem Garten eingraben möchten, wählen Sie einen Behälter der Sie optisch anspricht und gleichzeitig als Dekoration dienen kann. Oder noch besser, umgeben Sie ihn mit Pflanzen. Diese können zu einem reichen Refugium für die biologische Vielfalt werden und das Auftreten mehrerer Bestäuber im Garten fördern!

Bewässern Sie unter keinen Umständen Ihren Rasen. Er vergilbt? Bei den ersten Regenfällen wird er sein schönes Aussehen wieder annehmen.

Bewusst pflanzen und gießen

Einige Pflanzen benötigen mehr Wasser als andere. Erkundigen Sie sich und wählen Sie vor allem heimisches Gewächs, welches für unsere Umwelt und unser Klima geeignet ist. Wenn möglich, pflanzen Sie eine Hecke oder Büsche, die Schatten spenden und so die Verdunstung begrenzen können.

Junge Pflanzen sollten gewässert werden. Verwenden Sie dafür morgens oder abends das Wasser, das Sie sorgfältig in Ihrem Behältnis aufgefangen haben. Vermeiden Sie das Gießen mitten am Tag, da bei hohen Temperaturen und viel Sonne die Verdunstung umso höher ist. Beobachten Sie das Wetter und gießen Sie nicht, wenn Regen erwartet wird.

„Hacken“ und „mulchen“!

Hacken Sie, bevor Sie gießen! Somit lockern Sie die trockene Erde auf, das Wasser kann leichter in den Boden eindringen und es muss weniger häufig gewässert werden.

Anschließend können Sie mit dem Mulchen los legen. Verteilen Sie beispielsweise nach dem Hacken eine Schicht Stroh oder trockenes Gras am Boden der Pflanzen. Dadurch wird verhindert, dass der Boden erneut austrocknet. Darüber hinaus schützt dieser Mulch den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung, reduziert die Verdunstung und absorbiert Regenwasser.


Quelle Artikel: Greenpeace Belgien