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Am Dienstag, den 6. Oktober (15.00 Uhr MEZ) stimmt das Europäische Parlament darüber ab, ob die geplanten Emissionsminderungen der EU dem Pariser Abkommen entsprechen. Laut Greenpeace reichen die auf dem Tisch liegenden Emissionsminderungen für 2030 bei weitem nicht aus, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen!

Der aktuelle Vorschlag der Europäischen Kommission sieht vor, die Treibhausgasemissionen in der EU bis 2030 netto um 55% zu senken. Trotz Pariser Abkommen, das von allen Ländern der EU unterzeichnet wurde, ist es dennoch klar: Dieses Ziel wird nicht ausreichen, um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Die Wissenschaft hat uns ein Ziel der realen Emissionsreduzierung von mindestens 65% vorgegeben.

Darüber hinaus möchte die Europäische Kommission das Ziel verwässern und verfälscht ihren eigenen CO2-Fußabdruck. Zum ersten Mal sollen die von Wäldern und Böden gespeicherten Emissionen abgezogen werden. Die tatsächlich vorgeschlagenen Ziele liegen demnach nur um 50,5% bis 52,8%. Notwendige Emissionsminderungen in klimaschädlichen Sektoren wie Energie, Verkehr und Landwirtschaft könnten daher verschoben oder sogar ersetzt werden.

Morgen können unter anderem die CSV-EU-Abgeordneten Christophe Hansen und Isabel Wiseler-Santos Lima über das Ziel der Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 abstimmen. Ausgehend des CSV-eigenen Programms zum Grundprinzip, spielt der Klimawandel eine wichtige Rolle und muss auf europäischer Ebene ernsthaft bekämpft werden. Greenpeace verlangt, dass die CSV und die Abgeordneten kein „Greenwashing“ durchführen und ihre Versprechen in Bezug auf das Klima einhalten, indem sie für ein Ziel stimmen, das wirklich den Bedürfnissen des Planeten entspricht.

Europäische Politiker müssen echte Maßnahmen für das Klima ergreifen, sich um die Menschen kümmern und sich gegen die großen Umweltverschmutzer behaupten, auch diejenigen aus Luxemburg!” sagt Frank Thinnes, Kampagnenleiter für Klima und Energie bei Greenpeace Luxemburg. “Den Versuch zu betrügen und sich dabei lobend auf die Schulter zu klopfen ist reine Blasphemie. Durch Rechentricks sinken die Emissionen nicht.

Es ist noch nicht zu spät. Hunderttausende junge Menschen und Klimaaktivisten gehen auf die Straße, um von unseren Regierungen dringende, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zu fordern. Es geht um wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit, nicht um politische Bequemlichkeit.